Biome |
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Der
Atlantische
Regenwald /
(Mata Atlântica)
ist das drittgrößte
brasilianische
Biom und erstreckt sich auf eine Länge von 4.000 km,
entlang der Atlantikküste, zwischen Rio Grande do Norte und Rio Grande do Sul.
Nach einer Erhebung von Conservation International zählt der Atlantische Regenwald zu den Top 5 Biodiversity Hotspots der Erde. Er enthält das zweitgrößte Biosphärenreservat der Welt und etwa 600 der 900 brasilianischen Naturschutzgebiete. Die Southeast und die Discovery Coast Reserves wurden 1999 von der UNESCO zum Welterbe erklärt. Die außergewöhnliche Artenvielfalt der Ökosysteme des Atlantischen Regenwaldes erklärt sich aus der komplexen geologischen Entstehungsgeschichte, der extremen Klimaschwankungen der Vergangenheit, der tropisch / subtropischen Ausdehnung sowie die signifikanten Höhenunterschiede (vom Meeresspiegel bis knapp 3.000 m). Die beiden Gebirgsketten Serra do Mar und Mantiqueira enthalten die höchsten Gipfel auf der Atlantikseite Amerikas. Darüberhinaus sind küstennahe Regenwälder wesentlich artenreicher asl als inländische Regenwälder (z.B. Amazonas). Der Atlantische Regenwald beherbergt schätzungsweise 250 Säugetier-, 340 Amphibien-, 1.023 Vogel- und etwa 20.000 Baumarten. |
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Beeindruckend ist auch der hohe Grad an Endemismus. Etwa 40% der Baumarten und
80% der Primaten sind einzigartig, d.h. nur noch hier zu finden. Der Spinnenaffe
in Carlos Botelho, der
Rotschwanzamazone
in Pariquera-Abaixo, der
Breitmaulkaiman
auf der Ilha do Cardoso und der
Tucuxi Delphin
in den Küstengewässern von
Paraty und der
Ilha Grande
sind nur einige Beispiele für die Vielzahl von Lebensformen des Atlantischen Regenwaldes.
Hier leben auch Jaguar und Puma, die beiden größten Raubkatzenarten der westlichen Hemisphere.
Die Vielfalt und Anmutung der Flora des Atlantischen Regenwaldes ist atemberaubend. Mit stellenweise mehr als 450 Baumarten / Hektar (100 m x 100 m) übertrifft sie die Biodiversität der Amazonas - Region. Ihre Komposition und Struktur variiert in Abhängigkeiter der Höhe und der dort vorzufindenden Böden sowie Temperatur und Niederschlag. Während die Campos de Altitude oberhalb von 1.800 m, wie z.B. in den Hochlagen des Itatiaia - Nationalparks, noch von Graslandschaften geprägt werden, herrscht in den Nebelwäldern zwischen 1.000 und 1.800 m bereits mittlerer Baumbestand vor. Besonders herauszuheben sind dabei die berühmten Araukarien - Wälder von Campos do Jordão. Im montanen und submontanen Bergregenwald zwischen 50 und 1.000 m ist die Vegetation am ausgeprägtesten. Hier wachsen gigantische, bis zu 40 m hohen Baumriesen, die von den Palmherzjägern begehrten Juaçara Palme (Euterpe Edulis) sowie zahlreichen Epiphyten. Auf Meereshöhe, wie z.B. im Lagamar - Komplex, geht der Bergregenwald in Tieflandregenwald bzw. in die Pionierformationen Restinga, Mangrove und Caxetal über. Die Speläologischen Provinz Oberes Ribeira - Tal / Paranapiacaba mit den Staatsparks PETAR und Intervales und Jacupiranga bewahrt die größte Anzahl an Kalkstein - Höhlen Brasiliens (300) und in der Serra dos Órgãos bzw. in Marumbi finden Kletterer einige der herausragensten Felsformationen des Landes. Neben seiner natürlichen Schönheit verbirgt der Atlantische Regenwald auch einige bedeutende kulturelle Schätze, so wie der historische Goldweg in der Serra da Bocaina, die pre-historischen Sambaquis auf Superagüi oder die Caiçara - Kulturen in Juréia - Itatins, der Ilhabela oder Juatinga. |
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Siehe auch:
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