
Brasilien Urlaub / Nationalparks - Ein Besuch des Monte Pascoal ist eine Reise in Brasiliens Vergangenheit. Nach dem
Brief
des Chronisten Pero Vaz de Caminha an den portugiesischen König D. Manuel I, vom 1. Mai 1500,
war dieser 536 m hohe Inselberg das erste Zeichen von Land, welches die portugiesischen
Entdecker unter dem Kommando von
Pedro Álvares Cabral
am 22. April 1500 von ihren Schiffen aus erblickten.
Heute ist der Monte Pascoal
Nationalpark und
integral
geschütztes
Naturschutzgebiet
der
Welterbestätte
Discovery Coast, bzw.
Mata Atlântica -
Biosphärenreservates
im Bundesstaat Bahia. Der Park liegt etwa 50 km südlich von
Porto Seguro.
Lange vor der Entdeckung Brasiliens (1000 v. Chr.)
wurde die Küstenregion im Süden Bahias von den Vorfahren der Pataxó -
Indianern, den
Botocudos, Puri, Kamakã und Maxakalí Familien (Makro - Jê) bewohnt.
Diese wurden im 5. Jahrhundert von den aus dem Süden kommenden
Tupiniquim - Indianern (Makro - Tupi) ins Hinterland vertrieben.
Nach der Ausrottung der Tupiniquim durch die Portugiesen im 16. Jahrhundert
kehrten die Pataxó (Maxakalí - Familie) wieder an die Küste zurück.
Von den etwa 11.000 Pataxó - Indianern, die heute im Süden Bahias leben, haben sich etwa 5.000 in 12
Ansiedlungen (Barra Velha, Boca da Mata, Meio da Mata, Guaxuma, Trevo do Parque ...) des
an den Nationalpark angrenzendem
Indianergebietes Barra Velha
angesiedelt.
Seit 2001, wird der Nationalpark Monte Pascoal gemeinschaftlich von der brasilianischen Umweltbehörde IBAMA und
den Pataxó - Indianern geführt.
Die
ecotouristischen Attraktionen des Parkes
beschränken sich derzeit neben dem Kontakt mit den Pataxó - Indianern auf eine Wanderung auf dem 536 m hohen Gipfel des
Monte Pascoal und eine Mountainbike - Tour zum Indianerdorf Barra Velha an der Küste (nur mit Sondererlaubnis).
Siehe auch:
Tour 4: Porto Seguro - Salvador
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Fotos