
Paraná Reisen / Urlaub - Der
Staatspark Pico do Marumbi ist ein
integral
geschütztes
Naturschutzgebiet
der UNESCO -
Welterbestätte
Southeast Reserves
bzw. des
Mata Atlântica
-
Biosphärenreservates
in
Paraná.
Der Park liegt östlich von
Curitiba,
etwa 14 km entfernt von der
Kolonialstadt
Morretes
(siehe
Karte).
Der Park schützt die Gipfel des Marumbi - Massivs, eine der zahlreichen lokalen Gebirgsgruppen
(
Anhangava,
Graciosa,
Órgãos etc.) der
Serra do Mar im Bundesstaat Paraná.
Die Region hat sich zu einem beliebten nationalen und internationalen
Ökotourismus
- Zentrum in
Süd -
Brasilien entwickelt.
Geologisch gesehen liegt Marumbi im
südlichen
Ribeira - Gürtel
(
Mantiqueira Provinz)
und entstand, wie seine Nachbarn, durch alkalischen Magmatismus in der
neoproterozoischen,
nach - kollisionalen Phase (550 - 500 Ma)
der
Brasiliano - Orogenese.
Heißes Magma intrudierte damals die sogenannte
Pien - Verwerfung, eine alte Diskontinuität, die die
archaischen Granulite des
Luís Alves - Kratons von den neoproterozoischen Gnaissen der Curitiba - Mikroplatte trennt.
Im Laufe der Jahrmillionen haben Tektonik und Erosion diese granitischen Plutonite freigelegt
und die Natur die steilen Bergflanken mit
submontanem,
montanem und
hochmontanem
tropischen
Regenwald überzogen.
Alle Gipfel des Marumbi - Massivs (
Abrolhos,
Ponta do Tigre,
Gigante,
Olimpo u.v.a)
können heute auf steilen Bergpfaden in 2 1/2 - 6 h erstiegen werden.
Daneben führen zahlreiche, größtenteils unmarkierte Trails im unteren Teil des Parkes
zu versteckten Wasserfällen (
Roseira,
Véu da Noiva,
Salto dos Macacos / Redondo etc.).
Marumbi kann aus Curitiba mit der historischen Eisenbahn (1885) erreicht werden,
einer Zugfahrt die zu den aufregendsten in Brasilien gehört.
Aus 900 m Höhe geht es in zahlreichen Serpetinen immer bergab, bis ans Meer. Auf der insgesamt 110 km langen Strecke werden
13 Tunnel und 67 Brücken durch- bzw. überquert. Die Aussicht ist grandios:
furchterregende Canyons, tiefgrüner
Atlantischer
Regenwald /
(
Mata Atlântica)
und in der Ferne das immense Blau des Atlantiks.
Vor dem Bau der Eisenbahn konnte die Küstenregion ausschließlich über die drei historischen Trails
Arraial,
Itupava und
Graciosa erreicht werden, die von den
indianischen Ureinwohnern (Carijó) erschlossen und später von
Jesuiten,
Tropeiros,
Bandeirantes
und anderen Abenteurern als Transportwege verwendet wurden.
Am Fuße Marumbis angekommen, wurden die Waren zunächst in Porto de Cima ("Oberer Hafen") auf Kanus geladen
und entlang des
Nhundiaquara - Flusses bis Morretes, Paranaguá und von dort nach Europa verschifft.
Siehe auch:
São Paulo - Curitiba
(Geführte Tour oder
Karten) /
Fotos